Kompass

Deshalb ist heute immer noch ein Kompass hilfreich

Kompasse sind am Nützlichsten, wenn man in der Wildnis ist und es keinen Mobilfunkempfang gibt oder das GPS-Gerät versagt.

Mit Kompass und Karte im Gepäck kannst Du Dich nicht verirren, vorausgesetzt Du weißt, wie das Zusammenspiel funktioniert. Gerade auch für Kinder kann es sich durchaus lohnen, zu lernen, sich einfach ohne technische Hilfsmittel in der freien Natur zu orientieren. Es schult das Auge und das Bewußtsein für Orientierungspunkte. Der Umgang mit einem Kompass ist nicht sonderlich kompliziert. Hier findest Du Metall- oder Kunststoffgehäuse, Kartenkompasse oder mit Kimme und Korn. Diese Kompasse sind auch im militärischen Einsatz und somit Outdoor-erprobt. Mehr

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So ist ein Kompass aufgebaut

Kompasse zeigen immer zum magnetischen Nordpol. Dieser unterscheidet sich vom geografischen Nordpol, den Du von einem Globus her kennst.
Jeder Kompass hat eine Nadel, deren eine Spitze in der Regel rot eingefärbt ist oder die einen Richtungspfeil hat. Du drehst den Kompass so lange bis dieser Richtungspfeil nach Norden zeigt. Unterhalb der Kompassnadel zeigt ein Ziffernblatt verschiedene Richtungen an, wie z.B. Norden, Nordosten, Osten, Südosten, Süden, Südwesten und so weiter.

Viele Kompasse haben noch eine 360° Grad Einteilung sowie Kimme und Korn, so dass Du Dich ähnlich wie bei einem Gewehr auf dem Kirmesstand darüber Dein Ziel genau fixieren kannst.

So orientierst Du Dich im Gelände mit einem Kompass

Den nach Norden ausgerichteten Kompass legst Du dann am Besten an den Rand einer horizontal ausgebreiteten topografischen Karte und drehst beides so lange, bis die mit einem Pfeil versehene Kompassnadel und der obere Rand der Karte nach Norden zeigen. Dann ist die Karte „eingenordet“.

Jetzt solltest Du auf der Karte genau nachvollziehen können, wo Du Dich befindest und Deinen Standort bestimmen. Bei einer topografischen Karte mit Höhenlinien können Dir einige markante Anhaltspunkte in der Umgebung helfen, Deinen Standort zu finden. Suche nach Bergen, Wälder, freie Flächen, Seen oder Flußläufen. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn Du Standortbestimmung an einem übersichtlichen Ort machst mit einer guten 360° Grad Rundumsicht.

Wenn Du nicht weißt, wo Du Dich befindest: Suche Dir mehrere markante Punkte in der Umgebung und versuche diese in der Karte zu finden. So kannst Du aufgrund der geschätzten Entfernung von 3-5 Anhaltspunkten aus unterschiedlichen Himmelrichtungen zu Deinem Standort sehr gut Deinen aktuellen Standort finden.

2 wichtige Tipps:

  • Der magnetische Norden im Kompass und der geografische Norden auf Deiner Karte werden etwas voneinander abweichen. Viele topografische Karten haben diese sogenannte „Missweisung“ auf der Karte am Rand verzeichnet.
  • Auf der Südhalbkugel steht die Sonne mittags im Norden, auf der Nordhalbkugel im Süden. Deshalb zeigt der Kompass auf der Südhalbkugel nach Süden. Nord und Süd müssen deshalb miteinander vertauscht werden.

Dein Ziel im Gelände mit dem Kompass finden

Wenn Du Kompass und Karte nach Norden ausgerichtet hast und Du auch Deinen Standort kennst, suche das Ziel auf der Karte und verbinde Deinen Standort mit dem Ziel durch eine gerade Linie auf der Karte. Am Besten nimmst Du dafür ein Lineal oder faltest Du Karte einmal so ein, dass Du unter Zuhilfenahme des Kartenrandes Standort und Ziel mit einem Stift miteinander verbinden kannst.

Dann legst Du auf der eingenordeten horizontal liegenden Karte, ohne diese zu verschieben, Deinen Kompass mit der Anlegekante an diese Linie.
Die drehbare Teilkreisscheibe wird nun so lange gedreht, bis die Kompassnadel mit dem Pfeil wieder nach Norden zeigt. Hast Du einen Kompass mit Kimme und Korn kannst Du beim Korn nun die Gradzahl ablesen, in die Du laufen solltest. 

Zum Ziel gelangst Du, indem Du nun über Kimme und Korn einen nicht allzu weit entfernten Fixpunkt ausmachst und diesen als Zwischenziel angehst. Die Kompassnadel muss dabei immer nach Norden zeigen. Den Kompass hälst Du dabei immer so in die Laufrichtung, dass Du über die eingestellte Gradzahl blickend die weitere Richtung einhalten kannst.

Am Zwischenziel wiederholst Du diese Vorgehensweise.

Du suchst Dir bestenfalls immer solche Wegpunkte, die Du auch auf der Karte wiederfinden kannst. Solltest Du nicht immer Luftlinie gehen können, solltest Du Dir neue Zwischenziele suchen und Dir neue Hilfspunkte auf der Karte einzeichnen und die zu gehende Gradzahl immer neu justieren und festlegen.

Probiere es einfach mal aus: es hilft bei der Orientierung und erhöht die Aufmerksamkeit mit der Du Dich in der Natur bewegst. Weiterhin steigert es Dein Selbstvertrauen, wenn Du siehst, wie gut es funktioniert. Wenn Du doch eher der Technik-Freak bist, empfehlen wir Dir unsere GPS-Tracker.