Stechmücken: Krankheiten, Vorkommen und Hilfe - Teil 2

04.03.2022 08:13

Teil 2 beschäftigt sich im weitesten Sinne mit dem Thema Hilfe. Genauer eigentlich mit der Vorsorge. Weil es die meist verbreitete Krankheit ist, beginne ich mit Malaria

Malaria

Das wichtigste, um eine Malariainfektion zu verhindern ist, den Stich der Anophelesmücke zu verhindern. Das ist aber schwierig, da man sich in den entsprechenden Gebieten nicht 100%ig vor Stichen schützen kann. Deshalb gibt es noch andere Möglichkeiten der Prophylaxe. Beide möchte ich dir aber trotzdem im folgenden Blog vorstellen.

Die Expositionsprophylaxe (Schutz vor Stichen)

Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Ein Stich und es kann schon zur Infektion gekommen sein. Der Malaria-Erreger wird durch die dämmerungs-/nachtaktiven Anophelesmücken übertragen. Wichtig ist deshalb ein wirksamer Moskitoschutz. Dazu möchte ich Dir folgende Tipps geben:

  • Halte dich abends und nachts möglichst in Mücken-sicheren Räumen auf. Das sind Räume die klimatisiert und mit Mückengittern vor Fester und Türen gesichert sind.
  • Schlafe nur unter einem Moskitonetz. Zusätzlich solltest Du das Netz mit einem insektenabtötenden Mittel (Insektizid) einsprühen (Wirkstoff Permethrin). Einige Netze in unserem Programm, sind auch schon vorimprägniert.
  • Trage nur helle, hautbedeckende Kleidung (lange Hosen, Socken, langärmlige Oberteile) Auch für Kleidung gibt es Imprägniermittel in unserem Shop.
  • In Hockrisikogebieten ist es sinnvoll eine große und luftige Kopfbedeckung zu tragen, mit einem Moskitonetz an der Krempe.
  • Verwende auf unbedeckter Haut stets Mückenschutzmittel an. Es sollte 20 bis 30 Minuten nach dem Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.

Ich möchte hier etwas detaillierter auf die Mückenschutzmittel eingehen, da es Unterschiede gibt.

Mückenschutzmittel werden auch Repellents genannt und werden direkt auf die Haut in Form von Sprays, Salben oder Cremes aufgetragen. Schutz vor einem Stich bietet nur der Bereich, der mit dem Mittel behandelt wurde. Deshalb ist wichtig, dass jeder Zentimeter freiliegende Haut auch mit dem Mittel behandelt wurde. Repellents halten nicht unendlich. Auf der Verpackung ist der Zeitraum meistens angegeben. Je höher die Konzentration des Wirkstoffes, desto länger wirkt es. Meist beträgt die Wirksamkeit mehrere Stunden. Die Angaben auf der Verpackung sind aber nur bedingt zuverlässig, da man in der Regel sehr stark schwitzt in Gebieten mit tropischem Klima. Der Schweiß kann die Repellents durchaus abwaschen. Immer besser früher nachcremen als angegeben.

Repellents unterscheiden sich von Insektiziden, da sie Insekten nicht töten. Die enthaltenen Stoffe wirken entweder abschreckend auf die Moskitos oder überdecken den menschlichen Körpergeruch so, dass sie uns nicht mehr „sehen“ können.

ACHTUNG: Nicht alle Produkte, die in Apotheken oder Drogerien als Repellents verkauft werden, sind auch zum Schutz vor der Anophelesmücke geeignet. Frage deshalb beim Kauf gezielt nach Repellentien zur Malariaprophylaxe. Oder kaufe direkt das richtige bei uns im Shop

Die medikamentöse Malariaprophylaxe

Für die medikamentöse Malariaprophylaxe werden nur Medikamente angewendet, die auch zur Malariabehandlung eingesetzt werden. Die Wirkungsweise der Präparate besteht darin, dass sie entweder den Stoffwechsel der Erreger stören oder die Erreger an der Vermehrung hindern. Werden die Medikamente vorbeugend eigenommen, wird nicht die Infektion an sich, sondern der Ausbruch der Erkrankung verhindert.
Kauf die Medikamente am besten in Deutschland. So gehst Du sicher, dass Du keine Fälschung bekommst. Zudem erstatten einige Krankenkassen die Malariaprophylaxe-Kosten bei Kauf im Inland.

Folgende Medikamente stehen für eine Prophylaxe zur Verfügung:

  • Atovaqoun/Proguanil: Präparate mit einer fixen Kombination dieser beiden Wirkstoffe eignen sich zur Malariaprophylaxe und notfallmäßigen Selbstbehandlung sowie zur Therapie einer unkomplizierten Malaria tropica und anderer Malariaformen.
  •  Mefloquin: Dieser Wirkstoff wird in Hochrisikogebieten angewendet. Unter Einschränkungen kann es dort auch zur Therapie eingesetzt werden. Zur notfallmäßigen Selbstbehandlung wird es nicht empfohlen (unter anderem wegen der Nebenwirkungen) Mefloquin ist das einzige Medikament, das Schwangere zur Malariaprophylaxe einnehmen dürfen.

ACHTUNG: Die medikamentöse Malariaprophylaxe bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion. Du solltest also zusätzlich unbedingt die oben genannten Tipps gegen Mückensticke (Expositionsprophylaxe) beherzigen. Und in jedem Fall mit deinem Arzt über die Medikation sprechen.

Warum gibt es keine Malaria-Impfung?

Ein Malaria-Impfstoff, der eine Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden könnte, wurde bis jetzt noch nicht entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass es viele Arten von Malaria-Erregern gibt und diese sind zusätzlich noch in verschiedene Unterformen gegliedert. Deshalb ist es so schwierig, einen Impfstoff zu finden, der gegen alle bekannten Erreger wirkt.

Deshalb ist die wirksamste Malariaprophylaxe, Stiche der Anophelesmücke zu vermeiden. In unserem Shop findest Du alles, was du dazu benötigtst. Schau doch mal rein!

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