Stechmücken: Krankheiten, Vorkommen und Hilfe - Teil 1


Teil 1: Krankheiten, die übertragen werden können

Die erste Frage, die geklärt werden muss, wird leider viel zu selten geklärt. Nämlich die Frage der Definition: was ist eine Stechmücke und was ist ein Moskito? Wo sind die Unterschiede? Antwort: Es gibt keinen. In der alltäglichen Verwendung gibt es ein kleines Phänomen. Spricht man von einheimischen Plagegeistern, wird meistens der Begriff Mücke verwendet. Erzählt aber ein Freund von einer Reise in die Tropen und sagt, dass er gestochen wurde, verwendet er dabei den Begriff Moskito. Vermutlich weil es sich gefährlicher und außergewöhnlicher anhört. Biologisch handelt es sich aber um gleiche Insektenart.

Midges, ist auch ein Ausdruck, der letztedlich dasselbe meint, obwohl es dann doch eine kleine aber feine Besonderheit gibt. Midges sind kleine Mücken die auch durch Moskitonetze dringen, wenn das Netz nicht engmaschig genug ist. Also bei der Auswahl des Netzes immer darauf achten, dass das Netz so engmaschig ist, dass die Midges nicht hindurch passen. Am besten noch ein Imprägnierspray mitnehmen.

Klugscheisserwissen: Culicidae - ist der lateinische Name für Stechmücke und Moskito

Welche Krankheiten übertragen Mücken?

Mücken und Krankheiten gehören zusammen wie Outdoor und Spaß. Das ist nicht voneinander trennbar. Nur leider kann der Outdoor-Spaß ganz schnell zu Ende sein, wenn man sich nicht enstprechend vorbereitet, aufpasst und ausrüstet.

Hier nun ein kleiner Überblick, welche Krankheiten übertragen werden können:

Malaria

Die wohl bekannteste Krankheit in Verbindung mit übertragenen Krankheiten ist wohl Malaria. Der Grund dafür ist klar. Es sterben jährlich fast 500.000 Menschen an den Folgen der Krankheit, veröffentlichte die WHO. Der Hauptüberträger von Malaria ist die nachtaktive Mückenart Namens Anopheles. Diese Mücke gibt es hauptsächlich in den Tropen.

Zu den Symptomen zählen folgende Anzeichen:

  • starkes Fieber
  • Mattigkeit
  • Schüttelfrost
  • Gliederschmerzen
  • Durchfall

Da es sich nicht unbedingt um eindeutige Anzeichen handelt, ist es empfehlenswert, seinen Arzt schon vor der Reise in die Tropen zu fragen oder sich vorab zu informieren. Es wurden schon Ausbrüche von Personen gemeldet, die schon Monate wieder zu Hause waren. Unbehandelt kann Malaria tödlich verlaufen. Daher bei Auftreten eines dieser Sympthome sofort den Arzt aufsuchen.

Dengue

Oft hört man im Zusammenhang mit Tropen auch den Begriff Dengue Fieber. Hier sind die tagaktiven Tigermücken der Übeltäter, dem die Übertragung angerechnet wird. Das heißt, du solltest dich in Risikogebieten rund um die Uhr vor Moskitos schützen. Dengue hat auch den furchteinflößenden Namen "Knochenbrecherfieber". Denn Dengeu kann so heftig verlaufen und zwar mit so starken Kopf-, Nacken- und Gliederschmerzen, dass es sich anfühlt, als würden deine Knochen gerade zerbrechen.

Bei folgenden Symptomen den Arzt aufsuchen:

  • starke Muskel- und Glieferschmerzen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Ausschlag

Eine erste Infektion verläuft meist so, dass sie gut überstanden werden kann. In wenigen Fällen verläuft sie lebensbedrohlich. Zieht sich das Fieber allerdings bereits über Tage hin, wird es gefährlich. Deshalb besser bei Auftreten eines dieser Symptome den Arzt aufsuchen. Vor allem, dal man ja weiß, dass man in tropischen Gebieten unterwegs war. Oft ist es so, dass Menschen, die einmal mit Dengue infiziert waren, eine weitere Reise in die Tropen vermeiden sollten, da eine zweite Infektion oft noch viel gefährlicher sein kann.

Japanische Enzephalitis

Das ist eine dritte übertragbare Krankheit. Dies ist aber die in den meisten Fällen am mildesten verlaufende. Und meistens auch unbemerkt. Sollte die Krankheit aber schwer ausbrechen, kann es zu massiven Hirnhautentzündungen mit bleibenden Schäden oder zum Tod kommen. Jeder Vierte ist davon betroffen.

Deshalb auch hier bei folgenden Symptomen in Zusammenhang mit der Reise sofort den Arzt aufsuchen:

  • Fieber mit Schüttelfrost
  • Bewusstseinsstörungen
  • neurale Störungen
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Koma

Nicht warten und denken "Naja, vielleicht habe ich mich wegen der Klimaanlage im Flugzeug erkältet". Nein, bitte sofort zum Arzt gehen.
Diese Viruserkrankung tritt vor allem in tropischen Regionen Asiens auf. Aber nicht vom Namen in die Irre führen lassen. Sie kann durchaus auch in anderen ländlichen Regionen anderer asiatischer Länder sowie im Pazifikraum auftreten. Als Überträger ist die nachtaktive Reisfeldmücke bekannt. Das Risiko ist am Ende der Regenzeit am Größten.

Gelbfieber

Dann gibt es noch Gelbfieber, nein nicht Geldfieber. Die subtropischen und tropischen Gebiete Afrikas und Südamerikas sind hier die Gebiete der Gelbfiebermücke. Bei Gelbfieber gibt es zwei Fälle des Verlaufs.

Leichte Verläufe haben meistens

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

zur Folge.

Bei schweren Fällen tritt nach der ersten Fieberwelle eine zweite Phase auf, die innere Schäden an Organen verursachen kann. Das Fieber wird oft von Gelbsucht und Gerinnungsproblemen begleitet.
Auch hier gilt: Nicht abwarten, ob es sich vielleicht um die leichtere Phase handelt. Bitte sofort zum Arzt gehen.

Wie sieht es mit Impfungen aus?

Gegen die japanische Enzephaltis und Gelbfieber gibt es Impfstoffe. In gewissen Ländern darfst Du gar nicht ohne Impfung einreisen. Bitte informiere dich vor deiner Reise beim Auswärtigen Amt und bei deinem Hausarzt.

Im nächsten Beitrag gehen wir näher auf die Gebiete ein, wo die Mücken vorkommen und was am Besten gegen die Blutsauger hilft.


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